Requiem ohne Leiche Karl Marx


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von am 14.11.2018
Karl Marx
Requiem ohne Leiche

Vom Abituraufsatz bis zu den letzten Zeilen des Kapitals zieht sich das Thema „Würde des Menschen" wie ein roter Faden durch die drei Schaffensperioden von Karl Marx.
Zu den Frühschriften, insbesondere den Pariser Manuskripten, prallt sein ungeheures philosophisches Wissen auf die „industrielle Revolution" (Engels) und die konkrete Erfahrung der sozialen Verelendung der Massen.
Das kommunistische Manifest will Wege aus dem Elend zeigen.
Das Spätwerk „Das Kapital" führt nicht nur zu einer glänzenden Ursachenanalyse, sondern personifiziert sie im Begriff des „Kapitalismus". Als Person kann der Kapitalismus auch sterben, sodass ständig neue Requien zelebriert werden. Nur stellt sich die Leiche noch nicht ein. Da in der allgemeinen Ausbeutung und Versklavung die Insignien einer gottgeschaffenen menschlichen Würde immer mehr verschwinden, muss der Mensch selbst die göttliche Würde erringen und gewinnen, sodass die Figur des Prometheus den Weg zu einer klassenlosen Gesellschaft weist.
Karl Marx kommt auch der Verdienst zu, die soziale Frage zu einer allgemeinen politischen werden zu lassen. Der staatliche Kampf gegen Ausbeutung und Not und der Kampf um die soziale Teilhabe treten damit gleichrangig neben eine Begründung des Staates als Schutzverband für alle und zur Begrenzung des Staates durch Grund- und Menschenrechte (Hannah Arendt). Damit erfährt die Menschenwürde eine neue Dimension. Angesichts von faktischen Monopolunternehmen wie Google, Facebook oder Amazon muss die Kapitalismuskritik von Marx neu durchdacht werden.
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